Jerry Richardson tritt zurück
Carolina Panthers

Carolina Panthers-Besitzer tritt nach Vorwürfen zurück!

Nachdem am Sonntag bekannt wurde dass die NFL die zunächst teamintern geführten Ermittelungen gegen den Panthers – Owner Jerry Richardson wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz übernehmen werde, hat dieser spontan bekanntgegeben das Team verkaufen zu wollen. Wörtlich erklärte der seit 1993 aktive Team – Besitzer: „I believe the time is right to turn the franchise over to new ownership. Therefore, I will put the team up for sale at the conclusion of this NFL season. We will not being the sale process, nor will we entertain any inquiries, until the very last game is played.“ Kurz nach der Bekanntgabe der Nachricht meldete sich ein potentiell interessierter Käufer, dessen Motive auch nicht die schlechtesten sind:

Ob nun Puff Daddy, der übrigens auch sofort Colin Kaepernick signen würde, das Rennen macht ist derzeit natürlich noch vollkommen unklar – klarer ist hingegen, was Jerry Richardson vorgeworfen wird. So habe es vier hochdotierte außergerichtliche Einigungen mit ehemaligen Panthers – Mitarbeiterinnen gegeben, vor allem aber eine katastrophale Arbeitsatmosphäre, die der Owner direkt zu verantworten haben. Rassistische Beleidigung und sexuelle Übergriffe habe es laut einem investigativen Bericht der Sports Illustrated in vielfältiger Weise gegeben. Unseren Lesern möchten wir die Details ersparen und weisen stattdessen daraufhin, dass man diese auch in dem verlinkten Artikel nachlesen kann. Die Spieler der Franchise wurden über den geplanten Verkauf erst nach dem Spiel benachrichtigt:

Letztlich war der Druck auf Jerry Richardson offenbar zu groß, denn vor wenigen Minuten hat der Carolina Panthers – Owner offiziell sein Amt niedergelegt. Als Chief Operating Officer wird vorübergehend die seit 20 Jahren bei den Panthers beschäftigte Tina Becker die Geschäfte der Franchise führen.

+++ Update 1+++

Nachdem auch Colin Kaerpernick erklärt hatte ebenfalls als Miteigentümer bei den Panthers einsteigen zu wollen, spekulierte das Forbes Magazine in einem Artikel über weitere mögliche Kandidaten für den Kauf der Panthers. Genannt werden dort unter anderem Michael Jordan, Mark Cuban, Jeff Bezos und Jon Bon Jovi. Der aktuelle Gesamtwert der Panthers beträgt übrigens 2,3 Milliarden US – Dollar, wobei nur die 49% Anteile von Jerry Richardson zum Verkauf stehen. Die verbleibenden 51 % sind Besitz verschiedener, weiterer Anteilseigner.

+++ Update 2 +++ 

Mark Cuban hat gegenüber den Dallas News möglichen Gerüchten um seine Kaufabsichten eine klare Absage erteilt. Die NFL sei „im Niedergang“ und er rate seinem Sohn aus gesundheitlichen Gründen möglichst nicht Football zu spielen. Um jetzt nicht wie ein kompletter Heuchler gegenüber jenem zu wirken, werde er das Team definitiv nicht kaufen.

+++ Update 3 +++

Offenbar sind die Kaufabsichten des Sean „Puff Daddy“ Combs genauso Ernst gemeint wie sie gemeint waren, denn laut diversen Medienberichten organisiere der Musikproduzent gerade Meetings mit potentiellen Kandidaten für eine Ownership – Group, also einer Gruppe von Miteigentümern, die er zusammenstellen möchte. Sinn dieses Moves ist klar: gemeinsam Geld zusammenschmeißen um die 49% Anteile von Richardson einkaufen zu können. An dem Vorhaben soll sich auch Colin Kaepernick beteiligen, der der Idee einer afroamerikanischen Ownership – Group gerade intensiv bei Geschäftsleuten bewerbe.

Foto: James Willamore, veröffentlicht unter der CC BY SA 2.0 – Lizenz. Es wurden keine Änderungen vorgenommen.

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