Fullback

Fullback im American Football – Wasn dasn?

Fullback – Offensivposition und Variante des Runningbacks, der durch seine körperliche Kräftigkeit dafür zuständig ist, dem zweiten Runningback den Weg freizublocken.

Was sind die Aufgaben eines Fullbacks ?

In klassischen Offensiv – Formationen kommen für gewöhnlich zwei Runningbacks zum Einsatz: der Halfback und der Fullback. Beide sind für das Running Game verantwortlich und ergänzen sich gegenseitig perfekt. Während der Fullback nämlich mit Hilfe seiner größeren Körpermasse und physischen Stärke dafür sorgt, dass potentiell den Lauf stoppende Defensivspieler geblockt werden, macht sich der athletischere und schnellere Halfback auf den Weg Richtung Raumgewinn. Dabei nutzt er natürlich die durch die Arbeit des Fullbacks freigewordenen Räume.

Weil die Aufgaben der Runningbacks sehr stark von dem Design eines Spielzugs abhängen, kommt der Fullback für die verschiedensten Zwecke zum Einsatz. Ist er nämlich der einzige Runningback auf dem Feld, kann auch er dazu eingesetzt werden, um kleine Raumgewinne zu erzielen. Ein solches Szenario wäre beispielsweise überall dort denkbar, wo es für das angreifende Team nur noch um wenige Yards geht, wie etwa in der Endzone oder kurz vor dem nächsten Down. Bei einem Pass Play fungiert der Fullback indes als der Bodyguard des Quarterbacks, achtet also darauf, dass kein gegnerischer Defensiv – Spieler den QB zu Fall bringen kann.

Übrigens: Fullbacks werden vereinzelt auch aus der Defensive Line eines Teams rekrutiert – dies hängt damit zusammen, dass Defensive Lineman häufig genau die körperlichen Fähigkeiten haben, die man auch für den Job des Fullbacks benötigt.

Warum sterben Fullbacks im Football zunehmend aus ?

Weil die wachsende Bedeutung des Passspieles bei vielen offensiven Spielzüge naturgemäß zu einer sinkenden Relevanz des Laufspieles führt, bedroht dies auch die Position des Fullbacks. Dieser kann zwar durchaus noch den Passwerfer beschützen, aber wenn der Football pfeilschnell durch die Gegend fliegt, sind eben halt eher eben die schnellen und athletischen Wide Receiver gefragt.

Dass der Fullback vollkommen aussterben wird, ist aber noch nicht mal so sicher – stattdessen wird die Position in Zukunft wahrscheinlich einfach modernisiert und neu benannt werden. Ein gutes Beispiel für dieses Phänomen ist das momentan in der NFL sehr beliebte Konzept vom H-Back oder Flex Tight End, einer Art Frankenstein aus Tight End und Fullback. Attraktiv an dem Hybrid ist vor allem, dass er die gegnerische Defense komplett verwirren kann. So stellt sich der H-Back fast in der Mitte zwischen Backfield und Line Of Scrimmage auf, was seine Funktion bei einem Spielzug für die Defense nur sehr schwer vorhersagbar macht. Aber genau davon lebt die Organisation einer Defense. Kommt dann noch ein zweiter Runningback dazu, ist die Verwirrung perfekt.

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Foto: John McStravik, veröffentlicht unter der CC BY 2.0 – Lizenz. Es wurden keine Änderungen vorgenommen.

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