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NFL News

NFL Owner fordern deutliche Strafe für Knien bei Hymne

+++ Update 2: Offenbar gehört die U.S. Army zu den größten Werbekunden der NFL – in den Jahren zwischen 2012 und 2015 zahlte das U.S. – Verteidigungsministerium der Liga rund 12 Millionen Dollar. Als Gegenleistung dafür gestatte die NFL der Army an GamedaysRekrutierungs – Werbung, in der U.S. – Presse auch als „Paid Patriotism“ bekannt. Neben dem Überfliegen von Spielen durch Kampfjets gehört dazu auch das Abspielen und Salutieren vor der Nationalhymne. Entsprechend mutmaßen Analysten jetzt, dass die NFL im Falle des Kniens beim Abspielen der Hymne vor allem so hart durchgriff, weil sie besorgt war, einen wichtigen Werbekunden zu verlieren. Weil die neue Regel aber nicht mit der Spielergewerkschaft abgesprochen war, kann sie aktuell noch von dieser gekippt werden. +++

+++ Update 1: In einer offiziellen Pressemitteilung hat die NFL soeben alle ihre Spieler und Offiziellen angewiesen, beim Abspielen der Nationalhymne zukünftig wieder zu stehen und nicht zu knien. Wer während der Hymne nicht stehen möchte, soll zukünftig einfach in der Kabine sitzen bleiben. Die Regel, dass Spieler während des Abspielen der Hymne auf dem Spielfeld stehen müssen, wird gestrichen. Beim Verstoß gegen diese Anweisung werden sowohl die ganze Franchise des Nicht – stehenden als auch er persönlich bestraft. ++++

Plant die NFL die Einführung einer Strafe gegen bei dem Abspielen der Nationalhymne kniende Spieler? Eine solche Regeländerung fordern derzeit zumindest ziemlich vehement zahlreiche Teambesitzer, die bei ihrem Treffen in Atlanta eine Raum-Strafe von bis zu 15 Yards diskutierten. Das Thema hat Sprengstoff – und könnte einige unerwünschte Kettenreaktionen auslösen.

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Es war eine stürmische Saison 2017/2018, zu deren eindrucksvollsten Kapiteln sicherlich die wochenlange Protestwelle gegen den U.S. – Präsidenten Donald Trump und die rassistische Diskriminierung von Afroamerikanern in den USA gehört. Diese begann, nachdem Trump den Knie – Protest des Colin Kaepernick nutzte, um sowohl die NFL, als auch ihre Spieler wegen aus seiner Sicht unpatriotischem Verhalten grob zu beleidigen. Wochenlang knieten daraufhin NFL – Spieler beim Abspielen der Nationalhymne, an dem Protest beteiligten sich teilweise auch die Teambesitzer und andere Offizielle.

Genau diese Teambesitzer sind es aber jetzt, die eine fast absurde Regeländerung fordern, um solche Proteste in Zukunft zu unterbinden. Diese besteht aus zwei Teilen: erstens sollen Heim – Teams entscheiden dürfen, ob beide Teams bei der Nationalhymne in der Kabine bleiben oder nicht. Soweit so gut. Teil Zwei hat es jedoch in sich, denn sollte auch nur ein Spieler eines Teams beim Abspielen der Nationalhymne knien, wird dieses mit einer 15 Yards – Raumstrafe sanktioniert. Unklar ist zudem, ob die Bestrafung pro Spieler ausgesprochen werden soll. Wäre dem so, könnten sich vollkommen absurde Szenarien ergeben, denn wenn sich beispielsweise gleich drei Spieler dazu entscheiden sollten zu knien, würde deren Team mit 45 Yards bestraft werden.

Für die NFL ist das Thema extrem vertrackt, denn sie hat keine Chance sich richtig zu verhalten. Kommt die Regeländerung nicht, drohen verstärkte Boykotte und sinkende Einschaltquoten von Seiten des für die Liga wichtigen, konservativen Amerikas. Kommt die Regel, riskiert die NFL verstärkte Proteste der Spieler und der Spielergewerkschaft, eine potentielle Niederlage im Kaepernick – Prozess und vor allem massive Proteste seitens des liberalen Amerikas. So oder so: vorerst wird sich die Liga des Themas nicht entledigen können.

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Foto: Keith Allison, veröffentlicht unter der CC BY SA 2.0 – Lizenz. Es wurden keine Änderungen vorgenommen.

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