Weekly Interception 10
NFL News

Weekly Interception: Was du in Week 10 wissen musst

GREEN 80, GREEN 80, HUT HUT – endlich wieder jedes Wochenende Football, endlich wieder Schlaflosigkeit – sie ist da, die neue NFL – Season 2017 / 2018 !  Damit du dich jetzt schon auf den nächsten Gameday deines Teams vorbereiten kannst, versorgen wir dich jeden Freitag mit den wichtigsten Kurzmeldungen aus der NFL.

NFL: Diese Nachricht schlug am Mittwoch wie eine Bombe in die Footballwelt ein – Jerry Jones, der mächtige Owner der Dallas Cowboys beabsichtigt die NFL zu verklagen falls Commissioner Roger Goodell eine Vertragsverlängerung von der Liga angeboten bekommt. Dass die Vertragsverlängerung für fünf Jahre 2018 stattfinden würde war bisher eigentlich auf allen Seiten klar, doch jetzt scheint Jones die Party offensichtlich sprengen zu wollen. Im Bezug auf die Gründe des Cowboys – Owner munkelt man dass dieser sich über die Hexenjagd gegen Ezekiel Elliot auf der einen Seite ärgere und Goodell Erlaubnis an die NFL – Spieler bei der Nationalhymne knien zu dürfen andererseits nicht akzeptieren kann. Weil der Mann steinreich ist, hat Jones mit David Boies gleich mal einen der hochkarätigste Anwälte der USA in der Sache engagiert. Boies vertritt aktuell auch den wegen Vergewaltigungs – Vorwürfen in die Kritik geratenen Hollywood – Produzenten Harvey Weinstein. Letzter Stand in Sachen Ezekiel Elliot: ab dieser Woche wird der Runningback das erste Mal wegen seiner sechswöchigen Strafe auf der Bank sitzen.

Seattle Seahawks: Hat er nun eine Gehirnerschütterung oder nicht? Während des siegreichen Spieles der Seahawks gegen die Cardinals wurde Quarterback Russell Wilson offenbar so stark am Kinn von dem Helm des Karlos Dansby getroffen, das ihn Schiedrichter Walt Anderson an den Spielfeldrand schickte. Zu betonen ist an dieser Stelle, dass die NFL mittlerweile einen genauen Ablauf im Bezug auf die Erkennung und Behandlung von Gehirnerschütterungen definiert hat. Demnach hätte sich Wilson in einem Mediziner – Zelt komplett durchchecken lassen, doch dieses betrat er nur kurz um zu versichern, dass es ihm gut gehe. Weil dieses Verhalten einen eklatanten Bruch der NFL – Regularien bedeutet (an dem sich auch die Ärzte schuldig gemacht haben), prüft die NFL nun, ob die Seahawks sanktioniert werden könnten – die Rede ist von einer Summe von bis zu 150.000 Dollar.

Die Sache mit Wilson ist hoffentlich aus gesundheitlicher Sicht noch einmal gut gegangen und ja, die Seahawks gewannen gestern Abend auch gegen die Cardinals, doch sie mussten dafür einen hohen Preis zahlen: im dritten Viertel riss die Achillessehne von Richard Sherman, der Cornerback blieb weinend auf dem Feld liegen. Auch wenn die Folgen für die Seahawks jetzt noch nicht absehbar sind, steht doch jetzt schon fest, dass die Franchise an diesem Donnerstag eine der wichtigsten Figuren in der Defense verloren hat. Weil seine Verletzung tatsächlich schwerwiegend ist, muss davon ausgegangen werden dass der Cornerback für den Rest der Saison ausfallen wird. In der Vergangenheit hatte Sherman immer wieder die Thursday Night Football Games in diesem Artikel kritisiert, weil sie Spielern nicht die Möglichkeit zur ausreichenden Regeneration nach Spielen in der Vorwoche gäbe.

New York Giants: Nach dem Drama rund um Janoris Jenkins und Dominique Rodgers-Cromartie hatte man bereits geahnt dass es bereits mächtig kriselt im Team aus dem Big Apple. Jetzt äußerten sich “einige Giants – Spieler” anonym gegenüber ESPN und warfen Head Coach McAdoo vor, Trainingseinheiten absurd zu timen und massiv mit finanziellen Strafen um sich zu werfen. Ein großer Teil des Teams habe die Saison aufgegeben, was die Stimmung umso desolater mache. Gleicht man die Berichte mit der Leistung der Giants auf dem Spielfeld ab, scheinen diese durchaus glaubwürdig, was die Frage nach einer Konsequenz aufwirft. Diese kann letztlich natürlich nur eine sein: McAdoo wird gehen müssen, nicht weil er nicht erfolgreich ist oder weil die Giants gerade schlecht spielen, sondern weil er nicht mit dem Team an einer besseren Situation arbeitet, sondern versucht das Team so lange mit Eisenhandschuhen anzufassen bis es wieder besser spielt. Weil er es dabei aber mit erwachsenen Menschen und nicht mit Kindern zutun hat, ist das Schicksal des Head Coachs schon jetzt besiegelt. Theoretisch. Die nächste Eskalationsstufe in der Sache könnte übrigens schon bald erreicht werden: so drohte McAdoo in einer Pressekonferenz nach dem desaströsen 51-17 gegen die Rams unverholen damit, selbst Quarterback Eli Manning auf die Bank zu setzen um “jüngeren Spielern auch eine Chance zu geben”. Sollte er also die Seele des Teams auf die Bank setzen, steht der Big Apple offiziell in Flammen.

Green Bay Packers: Weil Tight End Martellus Bennett angeblich vor seinem Vertragsschluss die Packers nicht über das volle Ausmaß seiner Schulterverletzung informiert habe, wurde der Tight End spontan am Mittwoch gefeuert. Durch diese Situation geht dem 30jährigen nicht nur ein 21 Millionen Dollar – Vertrag durch die Lappen sondern er könnte auch dazu gezwungen werden an ihn bereits überwiesenes Geld wieder zurück zu zahlen. Die Rede ist hierbei von einer Summe zwischen 4,2 und 8 Millionen Dollar. Trotzdem hatte die Sache für Bennett eine gute Wendung, denn nur einen Tag nach seiner Entlassung bei den Packers nahmen die Patriots den Tight End wieder auf

Houston Texans: Klar, Selbstkritik ist etwas wichtiges, doch der als Ersatz für den verletzten Deshaun Watson aufgestellte Tom Savage brachte das Kritik – Game bei einer Pressekonferenz der Texans nochmal auf ein neues Level. So erklärte der Veteran im leichten Englischen dass er bei der Niederlage der Texaner gegen die Colts wie “Crap” gespielt habe. Tatsächlich ist diese Einschätzung gar nicht mal so falsch, denn dem Quarterback gelangen bei 44 Pässe gerade einmal 19 für 219 Yards und einem einzigen, traurigen Touchdown. Als nicht gerade beweglich in der Pocket zeigte sich Savage im “frustrierendsten Spiel meines Lebens“, wodurch die qualitativen Gegensätze zu Deshaun Watson nur noch offensichtlicher wurden. Weil der Rookie – Quarterback noch länger verletzt sein wird, dürften sich für Savage noch genug Möglichkeiten ergeben sich selbst und der Öffentlichkeit das Gegenteil zu beweisen – wenn Head Coach Bill O´Brien ihn denn lässt.

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Arizona Cardinals: Es ist einfach nicht die Saison der Birdgang – mit einem Standing von 4-5 inklusive einer Niederlage gestern Abend gegen die Seahawks laufen die Dinge in Arizona gerade ganz und gar nicht im Sinne von Head Coach Bruce Arians. Nach dem Spiel gegen die Gegner aus Seattle musste BA auch noch verkünden, dass gleich drei Cardinals bald auf die Injured Reserve – List gesetzt werden: Safety Tyvon Branch und Left Tackle D.J. Humphries fallen mit Kreuzbandrissen aus, Tight End Ifeanyi Momah hat sich das Bein gebrochen.

Cleveland Browns: Die Überraschung der Woche war definitiv die Wiederaufnahme von Josh Gordon in den Kader der Browns. Gordon war seit September 2016 wegen Verstoß gegen die Substanz – Policy der NFL gesperrt worden und darf nunmehr ab dem 20ten November wieder am Training teilnehmen. Nach einer langen Drogentherapie hofft die Franchise nunmehr, mit dem Wide Receiver arbeiten zu können, was Josh Gordon im besten Fall zum echten Phönix aus der Asche machen würde. Der 26jährige Houstonian blickt nämlich schon jetzt auf ein knallhartes Leben zurück. Bereits im zarten Alter von 13 Jahren konsumierte Gordon Alkohol, Marijuana und das Benzodiazepin Xanax, immer mit der Perspektive “sowieso nicht 18 Jahre alt zu werden”, wie er in einem Interview mit der GQ erklärte. In seiner gesamten Karriere habe der 2012 von der Browns gedraftete Spieler in keinem einzigen Spiel ohne vorherigen Alkohol- und teilweise auch Drogenkonsum gespielt, so Gordon ebenfalls in dem Interview. Grund für seinen Hunger nach dem Rausch sei vor allem seine schwere Kindheit und die daraus entstandenen psychischen Traumata gewesen. Bleibt nur zu hoffen, dass Josh Gordon jetzt endlich auf der Sonnenseite des Lebens stehen kann. Mit etwas Glück könnte er schon in Week 13 eingesetzt werden.

Tampa Bay Buccaneers: Was war das nur für eine peinliche Scheisse? Was ist mit den Buccs los, hat der Head Coach nicht mehr das Team im Griff? Ruhig durchatmen, der Reihe nach: wir schreiben die achte Minute im dritten Viertel im Spiel der Buccs gegen die Saints, bei dem die Franchise aus Florida in diesem Moment bereits mit 3:30 zurückliegt. Vermutlich aus einer Spielsituation heraus befand sich Marshon Lattimore irgendwann an der Seitenlinie der Buccaneers und wurde ausgerechnet von Jameis Winston von hinten leicht am Kopf nach vorne gedrückt. Der Saints – Cornerback schubste daraufhin den Buccs – Quarterback ebenso leicht, woraufhin Tampa Bays Wide Receiver Mike Evans vollkommen durchdrehte und Lattimore mit einem Hechtsprung von hinten zu Fall brachte. Mehrfach schlug Evans danach auf den am Boden liegenden Lattimore ein, was in letzter Sekunde nur noch durch einen Hechtsprung des Saints – Cornerbacks De’Vante Harris verhindert werden konnte. Neben diesem überflüssigen Angriff war aber die Entscheidung der Schiedsrichter der eigentliche Skandal: so musste Mike Evans das Feld nicht verlassen, seinen Buccaneers wurde lediglich eine 15 Yard-Strafe aufgebrummt. Finanziell war die Sache dann für Winston doch noch eine Niederlage, denn die NFL brummte ihm eine Geldstrafe von 12.154 Dollar auf, Mike Evans muss sogar 40.588,23 Dollar zahlen. Winston entschuldige sich nachträglich.

Wir nennen das jetzt mal nicht Karma, doch Buccs Head Coach Dirk Koetter verkündete am Montag dass Jameis Winston die nächsten zwei Wochen wegen einer Schulterverletzung in seinem Wurfarm ausfallen wird. Die Schulter beschäftigt den Quarterback schon seit Wochen, weshalb er jetzt erstmal eine unfreiwillige Auszeit nehmen muss. Als Backup für Winston wird jetzt Ryan Fitzpatrick an den Start gehen.

Cincinnati Bengals: Dass man sich nicht mit A.J. Green anlegen sollte musste der Star – Cornerback der Jacksonville Jaguars, Jalen Ramsey am vergangenen Wochenende auf schmerzhafte Weise erfahren. Dem Kampf ging eine Szene am Ende der ersten Hälfte voraus, in der der Cornerback den Wide Receiver zu Boden brachte. Weil Jalen Ramsey aber ein Trash Talker bester Güte ist, fühlte sich A.J. Green offensichtlich schon so provoziert, dass er den Cornerback leicht nach dem Aufstehen schubste. Dies ließ sich dieser wiederum nicht bieten, brachte Green erneut zu Fall und trottete gemütlich von dannen. Die Szene war an dieser Stelle noch bei weitem nicht beendet, denn jetzt ging es erst richtig los: A.J. Green drehte so sehr durch, dass er den gegnerischen Cornerback von hinten in den Schwitzkasten nahm und wie von Besinnung auf dessen Helm einprügelte. Jalen Ramsey wehrte sich nach Kräften, was dazu führte dass sich die beiden Kontrahenten sekundenlang auf dem Boden wälzten – Green nahm dabei den Kopf des Jaguar immer wieder in den Schwitzkasten. Nur durch einen beherzten Sprung gegen den Green-Ramseyschen Menschenball durch Linebacker Myles Jack konnte die Situation … Nein, nicht gestoppt werden, denn nachdem die beiden Streithähne getrennt waren, entstand kurzfristig eine Gruppenkeilerei zwischen den beiden Mannschaften. Letztlich mussten beide Spieler das Feld verlassen – A.J. Green ließ in einer Pressekonferenz nachträglich wissen, dass Beleidigungen im Football nichts zu suchen hätten – ob es Angriffe wie die des Wide Receiver sind, lies er unbeantwortet. Gegenüber der USA Today versprach Green, dass es nie wieder zu einer solchen Situation kommen werde.

New York Jets: Eigentlich hat Jeremy Kerley ja überhaupt nichts verbrochen – glaubt zumindest er. Die NFL wirft dem Wide Receiver hingegen die verbotene Einnahme des Dopingmittels Turinabol vor, ein auch aus Zeiten der DDR bekanntem Anabolika. Ganze vier Spiele muss Kerley deswegen nun auf der Bank verbringen. Laut einem offiziellen Statement will der Wide Receiver nun “ermitteln wie es zu dem positiven Test kommen konnte”.

VERLETZUNGSMONITOR
Tyvon Branch, Safety / Arizona Cardinals (Kreuzbandriss)
D.J. Humphries, Left Tackle / Arizona Cardinals (Kreuzbandriss)
Ifeanyi Momah, Tight End / Arizona Cardinals (Bein gebrochen)

Solomon Thomas, Defensive End / San Francisco 49ers (Knieverletzung)
Bryan Bulaga, Offensive Tackle / Green Bay Packers (Kreuzbandriss)
Menelik Watson, Offensive Tackle / Denver Broncos (Sehnenverletzung)
Richard Sherman, Cornerback / Seattle Seahawks (Achillessehnenriss)

Rees Odhiambo,Offensive Tackle / Seattle Seahawks (Handverletzung)
Jake Fisher, Offensive Tackle / Cincinnati Bengals (unbekannte Erkrankung)
Sam Bradford, Quarterback / Minnesota Vikings (Knieverletzung)
Brian Price, Defensive Tackle / Dallas Cowboys (Knieverletzung)
Jameis Winston, Quarterback / Tampa Bay Buccaneers (Schulterverletzung)
Vontae Davis, Cornerback / Indianapolis Colts (Leistenverletzung)
Cordy Glenn, Offensive Tackle / Buffalo Bills (Knöcheln)
Seantrel Henderson, Offensive Tackle / Buffalo Bills (Rücken)
Ja’Wuan James, Offensive Lineman / Miami Dolphins (Muskelverletzung)
B.J. Goodson, Linebacker / New York Giants (Knöchelverletzung)
Devon Kennard, Linebacker / New York Giants(Oberschenkelverletzung)
Keenan Robinson, Linebacker / New York Giants(Oberschenkelverletzung)

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Foto: Keith Allison, veröffentlicht unter der CC BY SA 2.0 – Lizenz. Es wurden keine Änderungen vorgenommen.

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