Michael Crabtree
Oakland Raiders

Sperre gegen Crabtree und Talib lässt NFL schlecht aussehen

Nachdem eine Szene zwischen den Oakland Raiders und den Denver Broncos die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zog, stellte die NFL diese nun abermals ins Zentrum. In Folge der Schlägerei zwischen Wide Receiver Michael Crabtree und Cornerback Aqib Talib hatte der Disziplinar-Ausschuss der US-Profiliga zuerst jeweils zwei Spiele Sperre ausgesprochen, diese nun aber reduziert. Die NFL setzt so kein gutes Zeichen.

Vor allem Crabtree-Ausfall wiegt schwer

Das abermals durch negative Schlagzeilen bestimmte Duell zwischen den Oakland Raiders und den Denver Broncos schlägt auch weit nach seiner Austragung noch hohe Wellen. Zum zweiten Mal innerhalb von elf Monaten gerieten die beiden Spieler körperlich aneinander. Nachdem im ersten Treffen eine Halskette zum zentralen Objekt des Duells wurde, endete die Auseinandersetzung zuletzt mit einer handfesten Schlägerei. Die NFL hatte schnell reagiert und eine Sperre über die zwei folgenden Spiele für beide ausgesprochen. Nun reduzierte der Disziplinar-Ausschuss die erzwungene Auszeit der Spieler um je ein Spiel. Es handelt sich somit um gute Nachrichten für beide Teams, die noch um einen Playoff-Platz kämpfen. Während die Chancen der Broncos praktisch ohnehin kaum noch existent sind, so spielt Oakland gar um den Division-Sieg und kann Crabtree dabei gut gebrauchen. In den Live-Sportwetten liegen die Quoten auf den Super Bowl Sieg bei den Raiders momentan bei 46,00 (Stand 10. Dezember).

Crabtree ist statistisch gesehen der beste Wide Receiver Oaklands in dieser Spielzeit und kommt bisher auf 502 Receiving Yards bei 42 gefangenen Bällen. Im Schnitt kommt der 30-jährige Offensivspieler damit auf 12 Yards pro empfangenem Pass. Offensichtlich wird er so zu einem der Hauptziele für Quarterback Derek Carr. Der gesperrte Akteur selbst zeigte sich unterdessen nach wie vor unglücklich mit seinem Strafmaß. „Ich hatte gehofft, ohne Sperre davon zu kommen“, so Crabtree im Interview mit den NFL-Reportern. „Die Liga wirft mir vor, dass das ganze vorsätzlich von mir aus ging. Wissen Sie was vorsätzlich ist? Wenn man sagt etwas zu machen, es macht, und im Anschluss mit den Reportern darüber lacht. So wie er es letztes Jahr gemacht hat. Das Ganze geht also auf ihn.“

Schlechtes Licht auf die NFL

Während die gegenseitigen Schuldzuweisungen wenig überraschend nicht lange auf sich warten ließen, gibt die NFL abermals kein gutes Bild ab. Anstatt ein wichtiges Zeichen zu setzen, sendet die Liga erneut eine schwache Message, indem sie die Sperren reduziert. Insbesondere die Divisions-Rivalen produzierten in der jüngeren Vergangenheit oftmals Spiele, welche ein negatives Licht auf die Liga werfen, nicht nur zwischen Denver und Oakland. Vor allem die Spiele zwischen den Pittsburgh Steelers und Cincinnati Bengals fielen stets mit Aktionen abseits des eigentlichen Spielgeschehens auf.

Durch die von der Liga damit praktisch getätigte Aussage, dass solche Szenen zwar nicht erwünscht sind, aber bei Weitem auch nicht alles getan wird, um sie aus dem Sport zu verbannen, wird Folgeaktionen die Tür geöffnet. Es wäre im Sinne des Sports sowie der Vorreiterrolle der NFL wünschenswert, wenn härter durchgegriffen wird, vor allem wenn es sich um Aktionen wie zwischen Crabtree und Talib handelt. Unnötige Härte und Unsportlichkeiten gehören zu keinem Sport der Welt, selbst wenn es sich wie beim American Football um einen Kontaktsport handelt.

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Foto: Keith Allison. Veröffentlicht unter der CC BY SA 2.0 – Lizenz, es wurden keine Änderungen vorgenommen.

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