Richard Sherman
Seattle Seahawks

Seattle feuert Richard Sherman, Personalkarussell rotiert!

Es ist eingetreten, was nach der Meinung vieler Seattle – Fans niemals hätte passieren dürfen: nach tagelangen Gerüchten hat Richard Sherman die Seahawks nun auch offiziell verlassen. Auch bei zahlreichen anderen Franchises wie den Browns, Patriots, Rams, sowie den Cowboys gab es in den letzten Stunden zum Teil massive Umbrüche und neue Entwicklungen.

Das Ende der Legion Of Boom?

Auch wenn Gerüchte um einen möglichen Weggang von Sherman seit Monaten in den amerikanischen Medien kursierten, waren es vor allem seine Mitspieler, die sich bereits am Mittwoch per Twitter von ihrem Kollegen verabschiedeten – da war die Personalie allerdings noch gar nicht offiziell. Auslöser sollen mehrere Messages gewesen sein, in denen der Cornerback selbst seine Teamkollegen über den Wechsel informierte. Gegenüber ESPN dementierte Sherman allerdings umgehend Meldungen dieser Art. Nachdem die Seahawks heute den Cornerback wegen seiner „mangelhaften physischen Verfassung“ entließen, steht nun endgültig fest, dass es momentan keine Zukunft für das ehemalige Mitglieder der Legion Of Boom in Seattle gibt.

Nur knapp zwei Tage nach seiner offiziellen Entlassung bei den Seahawks hat sich Sherman völlig überraschend in der Nacht auf Sonntag deutscher Zeit mit den San Francisco 49ers auf einen Vertrag in Höhe von 39 Millionen Dollar geeinigt. Obendrauf sprach die Franchise aus San Franciso dem Cornerback einen Signing Bonus von weiteren 5 Millionen Dollar zu. Wenig später wurde bekannt, dass Richard „Pokerface“ Sherman bei den 49ers offenbar auf volles finanzielles Risiko setzt, denn in seinem Vertrag ist ein Jahresgehalt von lediglich 7 Millionen Dollar festgehalten – weitere 6 Millionen Dollar wird er nur durch das Erreichen diverser Ziele verdienen können. Entsprechend liegt es jetzt an dem Ex – Seattle – Cornerback, durch gute Leistungen zu verdienen, was ihm aus seiner Sicht zusteht.

Offenbar steht den Seahawks aber nicht nur eine Veränderung in der Defense, sondern deren kompletter Umbau bevor. Das liegt vor allem daran, dass mit dem Weggang von Michael Bennett in dieser Woche nun noch eine Säule in der Verteidigung weggebrochen ist. Der Defensive End und dreifache Pro Bowler wird zukünftig bei den Philadelphia Eagles spielen, im Austausch senden die Philadelphians den Wide Receiver Marcus Johnson nach Seattle.

Aktuell können die Seahawks noch rund 31 Millionen Dollar für neue Spieler ausgeben, was bei einer geschwächten Defense und einer ohnehin schon lange in der Kritik stehenden Offensive Line fast wie eine kleine Summe wirkt. Die Chancen für einen erfolgreichen Umbau stehen für Seattle momentan allerdings nicht ganz so gut, denn die Franchise hat für die erste Runde des anstehenden Draft gerade einmal den 18ten Pick und kommt danach in der vierten Runde mit Pick Nummer 120 dran. Weitere drei Picks haben die Seahawks in Runde Fünf (Nummer 141, 146, 168), sowie drei Picks in Runde Sieben (226, 248, 250). Ob diese in der Tat ungünstige Verteilung reicht um jetzt die Lücken in Seattle zu füllen, bleibt abzuwarten.

Browns holen Jarvis Landry, Kizer geht

Die in der letzten Saison komplett glücklosen Browns sind in der Offseason offensichtlich gerade in einem regelrechten Kaufrausch. Nach der völlig überraschenden Aquisition von Tyrod Taylor hat sich die Franchise aus Cleveland nun auch noch Jarvis Landry geholt. Der Wide Receiver ist für das Team eine willkommene Ergänzung, denn er bringt Stabilität und Zuverlässigkeit auf einer Position, die bisher von einem eher durch die Nutzung verbotener Substanzen ständig gesperrten Josh Gordon besetzt war.

Auch an der Spitze ihrer Organisation haben die Browns kräftig aufgeräumt und DeShone Kizer nach Green Bay gesendet, der dort wohl als Backup für Aaron Rodgers fungieren wird. Im Gegenzug bekommt Cleveland den Erstrunden – Pick Damarious Randall, der als Starting Cornerback und einstiger Top Safety Prospect die Defense des erfolglosesten Teams der NFL definitiv bereichern wird. 47 Combined Tackles, 4 Interceptions und ein Touchdown in insgesamt 14 Spielen 2017 sprechen hier eine deutliche Sprache. Für den Trade bekommen die Packers von den Browns höhere Picks in der vierten und fünften Runde.

Giants bekommen endlich Verstärkung in der Defense

Nach dem Ärger um die zuletzt führungslose Defense der Giants dürfte der Wechsel von Alec Ogletree von den Rams nach New York für ein ungemeines Aufatmen im Big Apple sorgen. Der Linebacker wird jetzt gemeinsam mit Eli Apple, Dominique Rodgers-Cromartie, Janoris Jenkins und weiteren hoffentlich dafür sorgen, dass die Verteidigung der Giants wieder strukturierter organisiert ist. Ohne Zweifel wird Ogletree bei dieser Neuausrichtung eine zentrale Führungsrolle zukommen.

Durch den Weggang von Alec Ogletree haben die Rams nunmehr satte 5,2 Millionen Dollar an Cap Space freigemacht.


Werbung

Bennett verlässt die Patriots

Nach Michael Bennett bei den Seahawks wird auch sein Bruder Martellus in der nächsten Saison nicht mehr in seinem Team spielen. Die Zukunft des Tight Ends ist indes ungewiss, da er momentan noch keine Anschlussstation gefunden hat. 2017 wurde Martellus Bennett in gerade mal zwei Spielen eingesetzt und fing dabei sechs Pässe für 53 yards.

Durch den Wechsel Bennetts gewinnen die Patriots einen finanziellen Spielraum von 6,1 Millionen Dollar, was genau ausreichen dürfte um Rob Gronkowski auch in Zukunft in Foxborough weiter zu beschäftigen.

Pittsburgh Steelers könnten Mike Mitchell entlassen

Wie so oft in diesen Tagen sind es zunächst detaillierte Gerüchte, die Großes ankündigen. So munkelt man im kalten Pittsburgh momentan, dass Safety Mike Mitchell zeitnah gefeuert werden könnte, damit die Steelers vor dem Draft noch etwas Cap Space freimachen können. Ganze 8,1 Millionen Dollar würde dies der Franchise an Freiraum geben, auch wenn denkbar ist, dass Mitchell zu günstigeren Konditionen wieder von seinem aktuellen Team zurückgenommen werden könnte.

Dies kommt nicht von ungefähr, denn mit gerade einmal drei verpassten Spielen und 53 Tackles in der letzten Saison gehört Mike Mitchell schon seit längerem zu einem der wichtigen Stützpfeiler der Steelers – Defense.

 

Werbung
 Foto: Keith Allison, veröffentlicht unter der CC BY-SA 2.0- Lizenz. Es wurden keine Änderungen vorgenommen.

5 Kommentare

  1. Ich weiß nicht so recht was ihr zur Situation in Seattle da schreibt. Aktuell haben sie einen CapSpace von 10,697,600 $. Das heißt diese Summe können sie für neue Spieler einsetzen. Desweiteren haben sie einen, nicht zwei Round 1 Picks zur Verfügung, einen weiteren in Round 4 und jeweils 3 in Round 5 & 7. In Round 2, 3 & 6 haben sie aktuell keine Picks für 2018. Ich verstehe auch nicht was ihr mit 120 möglichen Picks??? in der ersten Runde des Drafts meint. Es sind doch pro Draftrunde 32 Picks oder nicht? Zwei Optionen. Entweder verstehe ich es total falsch oder da steht absoluter Mumpitz.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.